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Der REYHER-Praxistipp: Schweißfähigkeit

REYHER_Praxistipp

Wann kann eine Gewindestange oder ein Verbindungselement geschweißt werden und wann nicht? Wir klären auf!

In den Normenreihen ISO 898 und ISO 3506 ist das Schweißen ebenso wenig geregelt, wie in den meisten Produktnormen, die sich auf diese Reihen beziehen. Im Stahlbau darf nach DIN EN 1090-2 an Schrauben und Muttern nicht geschweißt werden. Diese Einschränkung gilt jedoch nicht für spezielle Schweißmuttern oder schweißgeeignete Bolzen.

Ist der Einsatz von Schweißbolzen oder -muttern ausgeschlossen, besteht unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit, Gewindestangen, Schrauben oder Muttern zu schweißen. Dazu müssen u. a. Anforderungen an den Werkstoff, die mechanischen Eigenschaften und die Oberfläche erfüllt sein.

Unlegierte Stahlbolzen gelten als schweißgeeignet, wenn die Aufhärtung gering ist. Dies trifft im Allgemeinen bei einem Kohlenstoffgehalt von ≤ 0,20 % zu. Bolzen aus austenitischen nichtrostenden Stählen sind häufig schweißgeeignet. Auf Bolzen aus Automatenstählen trifft dies jedoch nicht zu.

Die Normenreihe ISO 898 lässt für den Kohlenstoffgehalt deutlich höhere Werte zu, sodass sich keine allgemeine Aussage über die Schweißbarkeit von Verbindungselementen nach o. g. Norm treffen lässt.

Bei vergüteten Verbindungselementen sind Kohlenstoffgehalte von 0,2 bis 0,6 % üblich, liegen in der Regel jedoch oberhalb von 0,35 %. Daher sind diese generell nicht schweißgeeignet.

Für nicht vergütete Verbindungselemente unterhalb der FK 8.8, Muttern und Scheiben der Festigkeitsklassen 04 oder 5 und Scheiben Härte von max. 300 HV sowie rostfreie Stähle der Sorten A 2, A 4 und A 5 der Festigkeitsklassen 50 und 70 ist die Schweißbarkeit i. d. R. gegeben. Es bietet sich an, vor dem Schweißen den Kohlenstoffgehalt über 3.1 Zeugnisse oder eine chemische Analyse zu prüfen.

Generell ist zu beachten, dass sich beim Schweißen die Werkstoffeigenschaften maßgeblich ändern können und durch den Schweißprozess metallurgische sowie geometrische Kerben eingebracht werden. Dies kann die Tragfähigkeit des Verbindungselementes beeinflussen.

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